REVIEWS
TEENAGE KINGS
DESPERATE AS FUCK


Ox-Fanzine / Ausgabe #69
Haha, erstmal größten Respekt für das geilste Pseudonym, das ich in letzter Zeit gehört habe: der Frontmann der TEENAGE KINGS nennt sich tatsächlich "Milieu Heinz". Coole Sau! Und ein umwerfend dreckiges Gesangsorgan hat der Mann auch noch, genauso wie seine Band eine ziemlich umwerfende Punkrock-Granate ist. Bei "Dirty Motherfucker" schimmern mal NASHVILLE PUSSY oder ZEKE durch, ansonsten können die Schweizer echt locker bei der Riege aller coolen Bands mithalten, die jemals auf Rip Off Records veröffentlicht haben. Obendrein verfügt das Trio noch über einen gleichzeitig druckvollen und dreckigen Sound und hat mit "Amplify the size of your love tool" wahrhaft genial den Inhalt einer Spam-Mail zu einem Punkrock-Hit umgebaut. Da muss man erstmal drauf kommen, ich lag vor Lachen auf dem Boden. Prima Scheibe das hier!

Rockstar Magazine, November 2006
"Epochal. Note 5.5"
„Sechs lange Jahre musste die geduldige Fangemeinschaft warten, bis die laschen Säcke endlich ihren ersten Longplayer veröffentlichten. Mit 21 Minuten ist die Scheibe zwar etwas gar kurz geraten, aber die Teenage Kings spielen ja schliesslich auch keinen Fantasymetal. Wie auch immer - das Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt. 13 Garagenhymnen, epochale Texte wie "Amplify the Size of Your Love Tool", eine wegweisende Scherbel-Produktion und ein feines Artwork machen "Desperate as Fuck" zu einem Brusthaar-Garagenrock-Oevre der Extraklasse.“
Platz zwei in der Albums-Monats-Charts.

Trespass.ch
Als die Teenage Kings anfang Jahr zusammen mit Hukedicht ihr Debut auf die Menschheit losliessen, konnte niemand ahnen, wie hart das Schicksal die beiden Joint-Venture-Bands anfassen würde. Während Hukedicht gar den K.O.-Schlag einstecken mussten und sich in Auflösung befinden, sieht's bei Milieu Heinz, Thaiboy und dem Enfant terrible immerhin noch ein bisschen besser aus, wenn auch "Verzweifelt wie Hölle", wie der Titel des "Fist Fight Story"-Nachfolgers gesellschaftsfähig übersetzt besagt. Aber es gibt Hoffnung - die drei Punkrocker sprühen immer noch Funken und revidieren den Opener "Stay in bed" mit ihrem Kick und ihrer Power gleich selbst. Obwohl - die Könige der Jugendzeit schreiben einem ja nicht vor, was man im Bett zu tun und zu lassen hat... Ja, Sex ist ein Thema auf "Desperate as Fuck" - was sag ich da? - Sex ist DAS Thema, und dem wird mit Songs wie "Common Pretty Babe" oder "Love Machine" exzessiv gehuldigt. Dazu inspirieren liessen sich Milieu Heinz und Co wohl auch am Computer. Liest sich doch der Titel des anderthalb Minuten Smashhits "Amplify the size of your love tool" wie ein Mail aus meinem Spammer, nur ist's als Song halt viel witziger. Musikalisch - allein die Verwendung dieses Wortes dürfte im Umfeld der Teenage Kings zu allgemeinem Kopfschütteln führen - überzeugen TK nicht nur mit Punk, -rock und möglichst schnellen Beats, sondern bringen den absolut korrekten Rockabilly-Ton mit, um als Rockband wirklich ernst genommen werden zu können. Die "Dirty Motherfucker"s sind in Zürich schon längst Kult, was sich nicht zuletzt darin manifestiert, dass sie praktisch im Mascotte zu Hause sind und selbst den Trend-Schuppen bei ihren Auftritten zu einem "Motor City Madhouse" machen. Ganz getreu dem letzten Song auf "Desperate as Fuck". Text: Monthy

Bewegungsmelder:
KURZ WIE EIN QUICKIE AUF DER DAMENTOILETTE
Das Pinup-Trio aus Zürich legt hiermit sein Debütalbum vor. Eine gute Mischung aus Peter Pan Speedrock, Misfits und ein bisschen Motörhead. Die Songs: schnell, simpel und kurz wie ein guter Quickie auf der Damentoilette, den man nicht so schnell vergessen will. Diese Musik ist verrucht, heiss und verzweifelt. Somit bestimmt ne gute Nummer für all jene Luftgitarrenspieler, die sich schnell zum Mitmachen verleiten lassen. Mit einer Spiellänge von 22 Minuten ist die Scheibe aber leider definitiv nur ein Quickie. Aber wer auf guten alten Schweine-Punk-Rock steht, sollte unbedingt reinhören!
[text by: Silvio Brügger / november 2006]

Metalfactory
Klasse Album!!
Wer kennt das nicht, dass überlang aufgenommene, komplizierte Scheiben nerven, wenn es darum geht sich eine coole CD in die Autostereoanlage zu schieben? Hier habt ihr eine super Scheibe wenn ihr am morgen nicht länger als 20 Minuten unterwegs seid, den so lange dauert der erste Longplayer von den Teenage Kings. 13 Punkrock-Songs werden in einem durchschnitt von zwei Minuten heruntergebrettert. Kurz, schnell, dreckig, das sind die Lieblingsattribute von den Teenage Kings, so heisst es auf dem Promozettel, und so kann man es locker so stehen lassen. Zwei Riff-Stücke und Refrains, coole Parolen, dreckige, staubige, in Bier gebadene Akkorde dringen in unsere sensible Gehörnerven ein und lassen uns richtig gut verwöhnen. Bei dem Song zehn "Lovemachine" könnte man meinen, dass er auf dem "Pulp Fiction"-Soundtrack war, so geil klingt das Stück. Ja, die erste offizielle Scheibe von den Teenage Kings aus good old Switzerland lassen keine Zweifel aufkommen, dass der Punk noch lange nicht am Ende ist. Ich muss jetzt morgens immer aufpassen, dass ich nicht zu schnell unterwegs bin mit diesem herrlichen Punkgewitter. Kurze rede langer Sinn: Es gibt in der Schweiz zwei Bands, die sich um den Punkthron duellieren: "Hukedicht" und eben unsere Helden von den "Teenage Kings". Klasse Album!!
Daniel J.
Punkte: 8.2 von 10

Music.ch
Kurz, schnell, dreckig
Rolf Zellweger
Die Teenage Kings wurden 1999 unter einer Zürcher Bartheke gegründet. Dem Mythos zufolge wollten drei Männer namens Milieu Heinz, Enfant Terrible und Oli nicht mehr alleine Bier trinken. Nach zwei Singles und der Split-CD "Fist Fight Story" mit Hukedicht erscheint nun der Longplayer der Teenage Kings. Obwohl "long" bei einer Spielzeit von etwas mehr als 20 Minuten relativ ist. Kurz, schnell und dreckig ist "Desperate As Fuck".
Die Teenage Kings servieren Rip-Off-Garagen-Trash mit schmutzigen Motorsägen-Riffs und einer extra Portion Bierschweiss. Ihre Songs haben zwei Strophen, zwei Refrains, ein Gitarrensolo und dauern nie länger als zwei Minuten. Die 13 Songs wurden in zwei Tagen im Proberaum eingeprügelt. Der Sound fängt den stinkenden Mief des Probekellers effektiv ein. Die Gitarren sind zwar nur leicht angezerrt, klingen aber irgendwie doch breit und immer authentisch. Eine bündige Produktion, energiegeladen und ungekünstelt. Für Freunde von schnellem Punkrock sind die Tennage Kings die Band der Stunde.

Devianthead:
Finally a full length by this swiss trash garage punk outfit that's been going strong for a number of years now. Even though this record only lasts 20 minutes, you'll be pleased to get a break after that, then believe us, all of the songs are fast, furious and don't give you much of a chance to breathe. If you like the Dwarves or the New Bomb Turks, then this is for you!

Pitfire
Stefan Böker
Die TEENAGE KINGS muss man ja niemanden mehr vorstellen, der sich für Garagen Punk/ Garagen Trash interessiert, denn sie gehören schon seit Jahren zu den führenden Bands dieses Genres in der Schweiz. Oberkultig waren die ersten zwei Singles mit den Döner- und Dosenbierbildern, und dass man die Band in ihren Anfangstagen gar für Nazis hielt – wegen ihrem Einheitsoutfit mit Sturmhelm inklu (Lustig!). Danach kam eine Split-CD mit den Winterthurern HUKEDICHT.
Nun gibt es die erste eigene CD, die in Eigenregie wohl auch als Vinyl veröffentlicht wird. Völlig ohne Rücksicht auf gegenwärtige Trends wird hier (wie immer!) zeitloser Rock’n’Roll gespielt, ohne in lederhosige Schweinerock Gefilde abzudriften oder mit englischen Frisurenrockern zu konkurrieren. Das hätte so auch auf RIP OFF-Records erscheinen können, und in genau diese Lo-Fi-Rock’n’Roll-Ecke will die Band sich auch eingereiht sehen. Die Gitarren sind dabei sehr rockig, der Gesang kratzig und meist wird aufs Gaspedal gedrückt, so dass nach 21 Minuten bzw. 13 Songs auch schon Schluss ist. Dabei wird meist wie gesagt ein schneller Up-Tempo-Beat benutzt, lediglich drei, vier Songs sind etwas langsamer und „garagiger“.
Die Aufnahme-Qualität wird im Info so beschrieben: Es „scheppert, pfeift und kracht wie in einer Schrottpresse“. Das stimmt meines Erachtens so nicht ganz, denn für diese Art von Musik könnte es ruhig NOCH krachiger zur Sache gehen. Auch könnten die drei mal von ihrem Motörhead-Film runterkommen und ein paar weniger rockige Melodien einstreuen. Aber eigentlich ist es egal, denn die Züricher wissen auf jeden Fall, was sie da tun. Und das ist auch gut so!
Ich hol mir auf jeden Fall noch ein kühles Bier und dann hör ich mir die CD noch mal an!

Swiss Music News
Punkrock, Rock
Die Zürcher Teenage Kings fielen zuletzt durch ihr Splitalbum «Fist fight story» mit der Winterthurer Combo Hukedicht auf, das sich durch eine gehörige und lärmige Portion Punk’n’Garage auszeichnete. An diese musikalischen Rüpeleien knüpft jetzt das Debüt der Band um Milieu Heinz, Thaiboy und The Enfant Terrible an. Wurde auch bald Zeit. Das Trio, das der Legende nach 1999 unter einer Bartheke ins Leben gerufen wurde, hat es bis jetzt bloss auf 2 Singles und eben dieses Splitalbum gebracht. «Desperate as fuck» enthält 13 kurze Songs, der längste ist 2 Minuten und 25 Sekunden lang, angefüllt mit rohen Gitarren, pumpenden Bassläufen, wildem und schepperndem Schlagzeug. Das Ganze wird von einer überdrehten Stimme überlagert, die nur eines rausschreien will: «Shake ass» (Song Nummer 5) «Dirty motherfucker» (Song Nummer 12). Politisch korrekt sind die Teenagerkönige definitiv nicht, dafür rocken sie. RPA


 

 

THE TEENAGE KINGS